Chilenische Araukarien

  • Gattung / Art / Sorte: Chilenische Araukarie
  • Botanischer Name: Araucaria araucana
  • Wuchshöhe: 50 Meter
  • Brusthöhendurchmesser: 2 Meter
  • Lebensalter: 2.000 Jahre
  • Pflanzgebiete: ImV

Die Chilenische Araukarie ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von bis zu 50 Meter und einen Stammdurchmesser von 1 bis 2 Meter erreicht. Chilenische Araukarien wachsen sehr langsam; der Jahreszuwachs beträgt selten mehr als 30 Zentimeter. Sie erreichen ein hohes Alter, so dass es 1.300 bis 2.000 Jahre alte Exemplare gab.

Die Araukarie wird in der ICUN Red List seit 2011 als „stark gefährdet“ („endangered“) geführt.


Araukarien sind Relikte des ehemaligen Großkontinents Gondwana, der im frühen Jura vor 184 Millionen Jahren zu zerbrechen begann: Aus dem riesigen Erdteil gingen letztlich Südamerika, Afrika, die Antarktis, Indien und Australien hervor. Verschiedene Tier- und Pflanzenfamilien bezeugen den einstigen Zusammenhang, darunter auch die Araukarien. Sie weisen ein so genanntes disjunktes Verbreitungsgebiet auf, also eine starke räumliche Trennung, die nicht auf natürlichem Weg überwunden werden kann. Das trifft unter anderem auch auf die Araukarien zu, deren Arten im südlichen Südamerika, in Neuseeland und Neukaledonien wachsen und teilweise große Wälder bilden. Ihr Holz ist allerdings sehr begehrt, weshalb die Bäume in manchen Regionen intensiv eingeschlagen wurden und werden.

Quelle: spektrum.de

Die einheimischen Indiostämme, insbesondere der Mapuchestamm der Pehuenchen, dessen Bezeichnung sich vom Namen des Baumes herleitet, haben durch Ernte und Lagerung dieser piñones als ihrem praktisch alleinigen Nahrungsmittel die Winter in den Bergen überlebt. Gekocht kann ihnen die Schale abgezogen werden, ähnlich wie bei einer Mandel; sie schmecken nach einer Mischung aus Kartoffel, Mandel und Erdnuss.

Bedürftige Familien in Südchile bekommen im Zuge der staatlichen Unterstützung ein Stück Land mit Araukarien zugewiesen und können von der Ernte selbst leben und die überschüssigen Kerne verkaufen. Dazu ziehen sie in den Herbstmonaten (meistens März) mit dem Zelt in die Berge und holen die Fruchtzapfen mit einem Lasso vom Baum, um die Früchte einzusammeln.

Quelle: naturgucker.de

Bäume im Projektgebiet „Im Vogelgesang“:
  • ImV-C1: Chilenische Araukarie
  • ImV-C2: Chilenische Araukarie
  • ImV-C3: Chilenische Araukarie
Bäume in der ArtenReich-Baumschule:
  • ImV-C4: Chilenische Araukarie
  • ImV-C5: Chilenische Araukarie

Baum-Pate werden? So geht’s.