SeelenPfad

2020-09-09: Fast mit’m Trecker platt gefahren – schon wieder ein toter Gartenschläfer mitten auf dem Weg, der wahrscheinlich gerade erst sein Leben ausgehaucht hat… sonst hätte ihn sicherlich einer der hier so oft kreisenden Lederhosen-Bussarde sich als leichte Beute geschnappt.

Möge sein kleine Seele in Frieden ruhen unter der Traubeneiche mit der Nummer 5 am SeelenPfad im Arboretum.


2020-08-21: Da lag er und schien zu schlafen … mitten auf dem Weg zur Kita, der an den Schrebergärten vorbeiführt: Zorro!

So tief schläft aber nicht mal ein Schläfer im Winter. Und da am Abend sowieso ein Junior-Ranger-Einsatz geplant war, bekam er am selben Tag noch eine Bestattung am SeelenPfad und die kleine Ella eine Baum-Patenschaft.

Seit „Harold and Maude“ weiß ja eigentlich jeder, dass es auf Beerdigungen nicht nur traurig zugehen muss und so gingen auch am Grab des Gartenschläfers La-Ola-Wellen von betroffenen und freudigen Gesichtern durch die „Trauergemeinde“.

Nachdem die Bilch-Eiche gepflanzt und angegossen war, ging es dann weiter zur Engerling-Ernte


2020-06-08: Eigentlich lebt dieser Vertreter der Tierwelt sowieso unter der Erde und man bekommt ihn nur sehr selten zu sehen. Umso mehr hat es mich gewundert, dass er so mitten auf dem Weg entspannt dazuliegen schien. Als wäre er nach harter Graberei unter Tage halt mal auf dem Nachhauseweg eingeschlafen.

Äußerlich komplett unversehrt, muss ihn aber doch irgendetwas dahingerafft haben. Meine Vermutung ist ja, das er angesichts der für seine Größenverhältnisse riesigen Erdbewegungen, die im Hintergrund zu sehen sind, an Ort und Stelle einem Herzinfarkt erlegen ist.

Die Baumpatinnen aus der Nachbarschaft suchten ein schönes Plätzchen am SeelenPfad aus, bescherten ihm eine wahrhaft feierliche Bestattung und pflanzten eine Maul-Eiche.

PS: Sollte er wegen der riesigen Erdhügel doch nur in Ohnmacht gefallen sein, kann er sich ja glücklicherweise mit seinen enormen Schaufelhänden einfach wieder vom Acker oder besser gesagt „vom SeelenPfad“ machen.


2020-03-14: Gerade mal 11 Tage nach dem Fund der armen Wildwutz, wieder ein Todfund: Dem örtlich bekannten und allseits beliebten Eichhorn, das sich gerade erst im Vogelsang seinen Kobel unter dem Dachvorsprung eingerichtet hatte, ist die Regentonne zum Verhängnis geworden. Der Wind hatte den Deckel heruntergeblasen und das neugierige Tier wollte wohl mal reinschauen oder seinen Durst stillen und kam nicht mehr heraus.

Spätestens jetzt war meinem Junior-Ranger und mir klar, dass ein neues Areal, bzw. ein schmaler Pfad unterhalb des normalen Weges, im Arboretum entstehen wird.

Mögen die Seelen von Wildwutz und Eichhorn den Weg in die ewigen Eichelgründe finden und ihre sterblichen Überreste für die nächsten Jahrhunderte in stattlichen Stieleichen weiterleben.


2020-03-03: Das Startereignis für ein neues Projekt: Ein haariges Knäuel lag plötzlich mitten auf dem Weg, als bei den letzten Baggerarbeiten im Arboretum u.a. einige wegnahe Hundsrosen beseitigt wurden.

Bei näherem Betrachten stellte sich das Fellknäuel als Wildschwein heraus, das sein Leben, aus welchen Gründen auch immer, in der Blüte seiner Jugend beendet hatte, also kurz nach ablegen des Frischlings-Gewands.

Was nun? Einfach mit den Hundsrosen den Hang hinunter kippen? Nein, das kann man doch nicht machen…

Also hob ich sogleich ein Grab am Rande des Weges aus, beförderte den Leichnam hinein und verpflanzte mit der Bobkatze auch gleich eine Eiche auf die Grabstätte, die ein paar Meter weiter ebenfalls direkt am Weg – und gewissermaßen auch im Weg – stand.

Mehr zum Projekt gibt’s hier…

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