Bienenweide Monau

2026-07-11: Mähen und Bestandsaufnahme in den Gehölz-Gehegen war mal wieder angesagt. Nicht, dass das seit 5 Jahren nicht mehr geschehen ist, es mangelt halt an der Dokumentation in diesem Blog und teilweise auch an (zwischenzeitlich verloren gegangenen) Fotos…

Trotz Hitze, Trockenheit und Motorsensen, sind immerhin noch 57 Bäumchen am Leben. Von den 19 Patenbäumen ist nur ein einziger Verlust zu beklagen, der in den nächsten Jahren dann bei einer Nachpflanzaktion ersetzt wird.

Im südlich gelegenen Gehege hat sich eine Kirschpflaume (Prunus cerasifera) eigenmächtig dazugesellt, die neben einigen weiteren Weißdornen, natürlich gerne da bleiben darf – die Früchte sehen schon lecker aus, sind jedoch noch etwas sehr sauer.

Ansonsten hat sich in diesem Jahr erfreulicherweise die Wilde Karde etwas ausgebreitet, die nicht nur dekorativ aussieht, sondern auch von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen gerne besucht wird. Bei einem kurzen „BioBlitz“ nach getaner Arbeit, konnte ich immerhin neun verschiedene Schmetterlingsarten entdecken.

Interessant, wie sich über die Jahre hinweg einzelne Spezies ausbreiten und dann wieder durch andere zurückgedrängt werden. So hatten wir zwischenzeitlich mal ein Meer von Disteln, das die vorangegangene Herrschaft des Ampfers und des Beifußes ablöste.

Geht man noch weiter zurück, finden sich teilweise ganz andere Pflanzengesellschaften.

Ein gezieltes Ausmagern der Fläche war nach dem letzten Bewirtschaftungsjahr 2019 nicht nötig, da sich neben der Rapssaat des Vorjahres, zahlreiche heimische Blühplanzen in 2020 ausbreiteten. Für die Rapsflanzen schädliche Insekten verbesserten zudem die natürliche Entwicklung der Fläche, so dass im Jahr 2021 kaum noch Raps zu finden war und sich zunehmend Kratzdisteln, Reinfarn, Schafgarbe, Geruchlose Kamille, Ackerwinde und Ampfer ausbreiten konnten.

In der App des Bürgerwissenschaftsprojekts iNaturalist haben wir unter anderem das Projekt Bienenweide Monau angelegt. Das Foto aus 2021 zeigt einen kleinen Ausschnitt der damaligen Artenvielfalt.

Es bleibt spannend, wie sich das ganze weiterentwickeln wird, ohne große menschliche Eingriffe. Auf jeden Fall zum Wohle von Bienen & Co.

Aktuelle Fotos der Patenbäume sind auf den einzelnen Patenschafts-Blogs zu finden:


2022-08-13: In diesem Jahr eine Vorherrschaft der Disteln.


2022-05-13: Bienenweide von oben…

Auf der Bienenweide Monau gibt es erstmals in diesem Jahr ein Wiesen-Labyrinth zu erkunden.
Es gilt den zentral gepflanzten Berg-Mammutbaum zu finden – angesichts von hoch aufwachsenden Disteln, Ampfer und anderen Blühpflanzen nicht nur ein Spaß für Kinder. Zumal der „kleine Riese“ im letzten Winter die Hälfte seiner Größe an hungrige Rehe verloren hat :-/


2021-12-03: Sollte sich einer der Monau-Baumpaten trotz des widrigen Wetters auf die Bienenweide verirren, so ist nun ein Auffinden des bei der Pflanzparty gepflanzten Patenbaums etwas leichter möglich.

Wer den Besuch seines Bäumchens auf besseres Wetter verschieben möchte, der kann gemütlich von zuhause hier wenigstens schonmal einen Blick auf das Baumschild werfen.

Der smovey-Baum will den Herbst noch nicht ziehen lassen und hält sein letztes Blatt noch immer fest – die Laufgruppe hat sich also für den richtigen Baum entschieden: Sehr ausdauernd und offenbar „fit wie ein Turnschuh“ 😉


2021-10-31: Bilanz der Pflanzparty: 46 Wildobst- und Bienennährgehölze gepflanzt, etwa 40 Besucher und aktive Pflanzer begrüßt, 13 Baum-Patenschaften übernommen.

Laut Statistik der Internetpräsenz zum Tag der deutschen Einheit wurden in den letzten beiden Jahren 177.000 Bäume über die Aktion Einheitsbuddeln gepflanzt. Das sind zwar etwas weniger als die visionären 80 Millionen Bäume im Jahr (pro Bundesbürger ein Baum), aber traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast: Unsere 46 fehlen in diesem Jahr noch! Es sind also mindestens 177.046 Bäume 😉

Egal, wir brauchen ja Visionen von einer positiven Zukunft! Und Spaß hat es in jedem Fall gemacht.

Erfreulicherweise blieb es trocken, ein Gedränge an der Kuchentheke blieb aus und die Corona-konformen 1,5 Spatenlängen Sicherheitsabstand konnten auf dem Gelände problemlos eingehalten werden.

Hier aber noch einige Szenen von aktiven Phasen – nicht dass der Eindruck entsteht, die Pflanzparty wäre nur ein Kaffeekränzchen und wir haben uns nur zum Spaß getroffen.

Beliebtestes Fotomotiv war ganz eindeutig die smovey-Laufgruppe von Nicole Paulus – hat aber sicher nicht nur an dem bunten Trainings-Outfit und smovey-Fitnessgeräten gelegen an diesem eher grauen Herbsttag 😉

Und wieder ganz besonders aktiv dabei, die Mitglieder der Bretzenheimer Hochzeitsgesellschaft, die nicht nur wiedermal ihr eigenes „Handwerksgscherr“ mitbrachte, sondern auch enorme Tatkraft. Ruck zuck war das ganze Areal am Gutenburg-Rundweg fertig bepflanzt:

Hier noch die Patenschafts-Blogs für die Paten-Gehölze (und auch nochmal der Hinweis an die Paten: Das ist quasi euer Blog und ihr bestimmt, was da drauf soll oder nicht – also ggf. Rückmeldung geben!):

Sollte ich jemanden übersehen haben oder eventuell ein beim Pflanzen behilflicher ArtenReich-Ranger mich noch nicht über die Patenschaft informiert haben, bitte kurze Info an mich.

Vielen lieben Dank an alle Besucher, Helfer und Baumpaten! Wir sind an diesem Tag einen großen Schritt weitergekommen in diesem Naturschutz-Projekt. So langsam kann man ansatzweise erkennen, wie sich dieses Fleckchen Erde mal zu einer Oase der Erholung für Mensch und Natur verwandeln wird, das zum Verweilen einlädt.


2021-07-23: Zur Vorbereitung auf die Pflanzparty am 31. Oktober wurden ein paar Pfähle in den steinigen Boden gerammt, etwas Zaun gespannt und einige Pflanzflächen mit der Sense bearbeitet.

Neues zentrales Element im Naturschutz-Projekt in der Monau ist der Berg-Mammutbaum mit der Nummer ‚Mon-B1‚.


2020-06-15: Steinkleinkunst an der Bienenweide… angefangen hat es mit einem Kleinen in Franz’ alter Jeanshose die am zusammengebrochenen Anhänger lag…

Falls der Künstler bzw. die Künstlerin sich über das Kontaktformular meldet, so winkt ihm oder ihr eine Gratis-Baum-Patenschaft in der Bienenweide Monau ;-).

Echte Felsenbirne und Schwarzer Holunder ergänzen nun das „Freigehege“ der Bienenweide.

Mitte Juni hat das kleine Dach immerhin über 100 Liter Regenwasser gesammelt.

2020-04-04: Standsicherheit wurde mittels Erdankern und zusätzlich verschraubten Brettern hergestellt.

2020-04-03: Umzug der „Villa Wagner“ vom Vogelsang auf die Bienenweide. Dank schweren Geräts und tatkräftiger Mithilfe konnte das Spielhaus an seinen neuen Standort gebracht werden und kann bald damit beginnen seinen neuen Zweck zu erfüllen: Regenwasser sammeln!

Natürlich soll es nicht dabei bleiben. Sukzessive werden Um- und Anbauten erfolgen, um Fledermäusen und Wildbienen Unterschlupf und eine Kinderstube zu bieten.

2019-11-09: Nach der Rapsernte zeigen sich schon die ersten Neubürger: Kamille, Natterkopf, Wiesennelke und andere Wildblumen erobern sich das Feld zurück.

Wahrscheinlich muss im nächsten Jahr nicht viel nachgeholfen werden, um die Bienenweide auf den richtigen Weg zu bringen und in ein artenreich blühendes Stück Land zu verwandeln.


2019-04-20: In Absprache mit dem Landwirt, dürfen die ersten Bäumchen auf das Rapsfeld ziehen. Eine von Naturfreunden geschenkte Elsbeere, die sich selbst in deren Garten gepflanzt hatte und eine ebenso wildwüchsige Eberesche aus dem Projektgebiet in Langstadt.

Gemeinsam wurde schon darüber nachgedacht, wie die nächsten Schritte hin zu einer Wildblumenwiese aussehen könnten: Nächste Aussaat Getreide zur „Ausmagerung“ und Verzicht auf Dünger, Pestizide sowie Herbizide, um sukzessive eine verträgliche Grundlage für die Wiese zu schaffen.


Ursprungszustand: Konventionell bewirtschaftetes Ackerland.

img_0343

Hinterlasse einen Kommentar